Aurum H2O

"feuercaro und ihr feuchtheisses (er)leben Nr.83

Update dieser Seite: 05.04.2007

feuercaro

Auf den Spuren des Goldes


Prolog:

Diese Geschichte ist von Hoschy.
Sie wurde in Salzburg auf dem 7. AurumH2O-Treffen gelesen und ist inspiriert von Donnies Bild "Tracks of Gold"


Inspiriert durch Donnies Bild: Tracks of Gold

"Sind sie sich sicher, Fremder?" Der alte Mann spitzte vorsichtig mit knöchrigen Fingern an einer mir unbekannten Figur. Sein Gesicht wurde von einen großen Hut bedeckt. "Jeder der sich bis jetzt auf die Suche nach dem verschwundenen Gold der Berge gemacht hat, ist nicht zurück gekommen" Ein großer Span löste sich und er hielt inne. "Verstehen sie, niemand". Er fuhr fort das Stück zu bearbeiten. Mein Blick glitt über die hohen Berge, mit ihren schneeweißen Gipfeln. Man konnte Pfade erkennen, die sich in Serpentinen an ihre Hängen legten. Irgendwo dort oben, so stand es zumindest in der Legende, die ich vor einigen Wochen gelesen habe, soll es ein Kloster geben, in dem das vergessene Gold der Berge lagert.

Ich bin Jack Danub, freiberuflicher Schatzjäger, oder wie man das nennen soll. Wenn man das Auge für das gewisse Etwas hat, gibt es vieles zu holen. So hab ich zum Bespiel mal ein paar Artefakte in Ruinen gefunden und diese teuer verscherbelt. Naja, ich schlag mich eben so durch. Vor einem Monat stieß ich in einer alter Bibliothek auf ein verwittertes Buch, welches vom Gold der Berge berichtete. Dort wurde vom einem Kloster berichtet, welches sich hoch auf den Bergen im südlichen Kontinent nahe der letzten Ruhestätte des letzten Königs liegen solle. Nun, mit dem letzten König konnte nur Túpac Amaru I*. gemeint sein, der letzte König des vergessenen Volkes. Sein Grab hab ich gefunden, und es gab wirklich eine Bergkette in der Nähe. Bei einem kleinen Dorf stieß ich dann auf den alten Mann, den ich nach dem Weg zum Gold der Berge fragte.

"Was soll das heißen, noch niemand ist zurück gekommen?" fragte ich den Alten. "Nun, Fremder, ihr seid nicht der erste, der nach dem Gold der Berge fragt. Abenteurer, Schatzsucher, ja auch Banditen waren hier, um den Schatz der dort oben lagert, zu bergen, noch niemand ist zurück gekommen. Sind sie den steilen Hängen zum Opfer gefallen, oder den Tieren, die dort oben hausen, nur dir Götter wissen das" Wieder löste er mit seinen Messer behutsam einen Span aus dem Stück Holz. "Waren sie schon mal auf den Bergen?" fragte ich weiter. "Nein, ich lebe bei den Bergen, ich ernähre mich vom dem, was an ihren Hängen gedeiht, aber ich werde mich nicht mit ihnen anlegen, und das sollten sie auch nicht" Er blicke zu mir auf, und ich sah in müde eingefallene Augen, aus denen die Weisheit des Alters zu leuchten schien. Für einen Augenblick sah ich mich selbst, beim Erklimmen eines Hanges, einen Griff wagend, den Fels nachgebend, stürzend in die Tiefe. Dann war alles wieder klar. "Sag mir, kennst du den Weg?" fragte ich wieder. Der Alte senkte seinen Blick und deutete mit der Hand, in der er das Messer hielt, auf einen schmalen Weg, der auf den höchsten Gipfel zu führen schien.

Das Meer der Steine schien kein Ende zu nehmen. Die letzen Bäume lagen schon weiter unter mir, und die Temperatur war um einige Grad gesunken. Auch die Luft wurde immer dünner. Alle paar hundert Meter musste ich eine Pause machen, um mich wieder zu erholen. Und trotzdem, noch keine Spur von Gold oder sonst etwas, was einen Geld in die Börse schwemmen könnte. Wie sollte hier auch etwas sein. Auf der einen Seite tiefe Schluchten, die sicher ein Grund waren für die vielen Leute die nie zurück kamen. Auf der anderen ragten schroffe kahle Wände aus losem Gestein in die Höhe. Schwermut und Verzweiflung begannen mich zu überfallen. War es die Nacktheit der Natur, oder die immer geringer werdende Aussicht auf einen Schatz. Zudem machte mir das Atmen immer mehr zu schaffen. Warum müssen die wertvollen Sachen auch immer in tiefen Schluchten oder auf hohen Bergen liegen. Das waren auf jeden Fall meine Gedanken, als der Weg abrupt endete, und sich vor mir eine Senkrechte in endlose Höhen zu begeben schien. Doch nun aufgeben, nein. Nun war es zu spät, alles oder nichts.

Mit langsamen, sicheren Bewegungen begann ich die Wand zu erklettern. Meter für Meter höher. Nach einiger Zeit fand ich einen Felsvorsprung zum Rasten. Der Weg unter mir war nur noch leicht im Gestein zu erkennen. Und nach oben kein Ende. Ich machte weiter. Die Arme und Beine begannen zu schmerzen, auch wenn die Wand leichter wurde. Da, endlich, ein Pfad, oder zumindest so was Ähnliches, war über mir zu erkennen. Ich biss die Zähne zusammen, um ihn zu erreichen, versuchte, den Protest meines Körpers zu ignorieren, kletterte weiter, setzte eine Hand auf die Kante des Weges, und rutschte ab. Das Gestein wurde unter der Hand zu Schotter, das Gewicht glitt nach hinten, die Beine fanden keinen Halt mehr. So kurz vor dem Ziel. Ich sah wie die Kante sich entfernte, und unter mir nur die Tiefe in die ich fiel, und fiel, und fiel.

Dunkelheit, etwas Kühles auf meiner Stirn, ich versuchte die Augen zu öffnen, so schwer. Eine Hand berührte meine Wange, sanft und zärtlich, Stimmen, "Wird er wieder gesund." "Ich denke schon, er ist nicht der Typ, der so schnell aufgibt" "Was werden wir machen?" "Er wird finden, was er suchte, ja seine Suche ist zu Ende" Mein Mund wurde sachte geöffnet. Eine Flüssigkeit, warm, leicht bitter. "Trink das, es wird dir helfen". Und dann wieder, Dunkelheit.

Als ich erwachte, war der Schmerz fast übermächtig. Meine Arme, meine Beine, wie Tausende Nadeln bohrte es sich in mein Gehirn. "Du hast mehrere Brüche erlitten." Ich blickte auf die andere Seite. Auf einem hölzernen Stuhl saß eine Frau in hellem Gewand. Eine scheinbar natürliche Schönheit mit langem dunklem Haar und ebenso dunklen Augen. "Deine Schmerzen müssen schlimm sein. Es war reines Glück, dass unsere Männer dich bei der Suche nach Beeren entdeckten. Ich werde sie nun lindern" Damit erhob sie sich, griff nach einigen, vor nässe triefenden Fetzen und legte sie auf. Wärme kroch in meinen Körper und die Schmerzen wurden sofort schwächer "Danke" konnte ich flüstern. "Du musst jetzt schlafen, zum Dank ist noch Zeit genug" antwortete sie und verließ den Raum. Ich fiel schnell in einen langen tiefen Schlaf.

Die Tage vergingen, waren es Tage, Wochen oder doch nur Stunden. Immer wieder kam die dunkelhaarige Schönheit, versorgte meinen Körper, sparte auch nicht mit Zärtlichkeiten. Immer wieder riet sie mir, mich zu erholen. Zu ruhen. Langsam wurde mein Körper wieder stärker, ich bekam wieder Gefühl in den Beinen, in den Armen. Die Schmerzen verklangen immer mehr, ich begann wieder klar zu denken. Wo war ich hier, wer ist sie dich mich so umsorgt, und vor allem diese eine Erinnerung, was hatte die Frau gemeint, als sie sagte, ich wäre am Ziel meiner Suche. Fragen, auf die ich eine Antwort wollte.

Es wurde mir nicht erlaubt, aber ich bin von selbst aufgestanden. Die Füße waren am Anfang etwas schwammig, aber schon nach ein paar Schritten hatte ich zumindest wieder etwas Sicherheit. Mein Zimmer hatte ein kleines Fenster, aus dem ich nun sah. Vor mir nur Berge und Abgründe. Eine kahle, kühle Welt. Was mochten diese Leute hier machen. Als sich die Tür öffnete, blicke ich mich um. Im Rahmen stand meine Schwester, Sie trug das schwarze Haar lang nach hinten, die dunklen Augen blickten kaum überrascht. Auf ihren zierlichen Händen trug die ein Tablett, vermutlich mein Essen. "Ich sehe, du bist auferstanden" Sie lächelte leicht. "Iss das, es wird dich weiter stärken, freut mich, dass es dir besser geht" Damit hielt sie mir ein unbekanntes Gericht unter die Nase. "Was ist das?" "Das Beste was wir haben" Und schon war sie wieder weg, bevor ich meine Fragen stellen konnte. Was immer sie mir bebracht hatte, es sah aus wie ein Stück Fleisch in einer dicken gelben Soße, mit diversen Kräutern garniert, es schmeckte köstlich.

"Wo bin ich hier?" Ich hatte darauf gewartet, dass sie wieder kam. Sie sagte nichts, nahm meinen Arm und fühlte den Puls. Ich wiederholte die Frage. "Am Ende deiner Suche". Dieser Satz. "Und wonach suche ich?" "Das solltest du eigentlich selbst wissen. Suchst du nach Gold, nach Glauben, nach Wissen, nach Frieden, oder nach der Liebe. Also wonach suchst du?" "Ich... also, als ich aufgebrochen bin, suchte ich das Gold der Berge" Sie lachte "Das Gold der Berge? Eine alte Legende." Sie berührte leicht meine Wangen, strich mir über meinen derweilen spürbaren Bart. "Gold, so wie du es kennst, macht nicht glücklich. Das hat es noch nie und wird es auch nie. Ich werde dir Glück zeigen"

Sie begann mein Hemd zu öffnen, langsam, als könnte sie mich verletzen. "Ich habe lange auf dich gewartet" Sie küssten mich, lang und voller Lust. Dann fuhr sie mit ihren Fingern meine Brust entlang. Die Nägel verursachten einen süßen Schmerz. Sie legte sich auf mich, begann mit rhythmischen Bewegungen meinen Körper, vor allem die sensiblen Zonen, zu massieren. All die Fragen verschwanden, ein anderes Gefühl glitt an deren Stelle, Lust, brutale Lust, kaum zu kontrollierbare Lust, Lust auf diese unbekannte Person, die mir doch so nah kam.

Sie stand auf und begann sich zu entblättern. Wie eine Roße die immer mehr ihres inneres preis gibt. Ein Körper wie von Gott geschaffen. Zierlich, und doch mit guten Proportionen, teils ein Engel und doch zum Teil eine Raubkatze die auf Beute lauert. Nackt beugte sie sich über mich, ihre Beine leicht gespreizt, meine so gut es ging geschlossen. "Lass mich dir was zeigen" flüsterte die mir ins Ohr.

Sie senkte ihr Becken langsam ab, bis sie meine Beule berührte. Ich wollte mich am liebsten der Hose entledigen, aber das ging nun nicht mehr. Unsere Unterkörper lagen eng aneinander, während sie sich an den Händen abstützte und mir gerade in die Augen sah. "Lass mich dir geben was du wirklich willst" Sie küsste mich, heiß und voller Leidenschaft, meine Sinne waren so hinüber, dass ich die Wärme zuerst gar nicht merkte.

Es wurde mir nur langsam bewusst. Langsam drang die Wärme um meinen Schwanz in mein Bewusstsein, wie sie sich ausbreitete, wie sich meine restlichen Kleider am Körper fest sogen. Eine Wärme begann meinen Körper zu durchfließen, eine Wärme, wie ich sie noch nie verspürt hatte. Alles was in den letzen Tagen, oder waren es doch Wochen, geschehen war, es schien es würde mit diesen einen Moment aus meinen Körper, ja aus meinen Erinnerungen geschwemmt. Es gab nur noch das Hier und Jetzt. Und uns.

"Was machst du mit mir" "Das hab ich dir doch gesagt. Gefällt es dir" "Mach weiter" Die Wärme breitete sich immer weiter aus, schien immer mehr von mir Besitz zu ergreifen. Ich wollte mich fallen lassen, in dieses Gefühl, in diese Glückseligkeit. Sie hob ihr Becken wieder, kniete sich neben mich und begann meine Hose zu öffnen. Der Stoff lag durch die Nässe an, so dass ich jede Bewegung ihrer Finger auf meiner Haut spüren konnte. Wie Schläge gingen sie durch meinen Körper und konzentrierten sich doch dort, wo er am empfindlichsten war. Für einen Moment kamen mir Zweifel, ob das auch alles real ist, dann berührte sie mich an der Stelle wo sich alle Männer eine zärtliche Hand wünschen. Ich war hinüber.

Die Lust und mein Verlangen verzerrten alles. Ich kann nicht genau sagen was war, oder wie es geschah, geschweige denn, in welcher Reihenfolge. Sie ließ mich in sie eindringen, ließ mich ihren Körper erforschen, Teil für Teil. Und im Gegensatz dazu vermittelte sie mir Gefühle die ich noch nicht kannte. Ja, wir verschmolzen, meine Stöße wurden von ihr erwidert. Unsere Rhythmen wurden zu einen gemeinsamen Eins. Mal war sie zärtlich, streichelte mich, liebkoste mich, mal war sie wild, zog tiefe Furchen in meine Haut und schien mich zu verschlingen. Und dann stoppte sie, zwang auch mich zu einer Pause.

Kein Wort fiel, nur die Wärme war wieder da ein, eine andere als die ihn ihr. Ich spürte, wie es links und rechts an meinen Lenden hinunter ran. Nun wurde mir auch klar, woher es kam. Sie selbst, ihr von Natur gegeben, eigener Saft, das war es. Das erzeugte die Hitze ihn mir und schien doch die Haut zu kühlen. Ich beobachtete das Rinnsal, keine Ahnung wie lange. Wie es sich in Kurven den Weg über meinen Körper bahnte. Wie der Stoff des Bettes sich langsam damit voll sog. Ich spielte mit ihm, ließ es über meine Hand laufen, bildete einen kleinen See, ließ ihn laufen, strich mit der nassen Hand über meinen Bauch, strich über ihre Schenkel. Sie schienen an mir zu kleben. Und dann diese Wärme, dieses Gefühl, dieser, ihr eigener Geruch, alles verschwamm vor meinen Augen

Ich kam, nein ich explodierte. Heftig wie nie zuvor gab ich mich dessen hin was zu absoluten Glück zählt. Und danach wieder Stille, Dunkelheit, Schlaf.

Die nun kalte Nässe war das Erste, was ich verspürte. Trotzdem war noch der warme Geruch von ihr im Raum. Mein Körper schien gepeinigt, von dem wilden Etwas, welches ich vor Kurzem erlebte, ich zwang mich aufzublicken, da saß sie, auf einen Sessel, die Kleidung ordentlich zurecht gemacht und milde lächelnd, als sei nichts gewesen. "Nun wie fühlst du dich" fragte sie. Ich brachte kein Wort heraus, konnte sie nur anstarren. Bei genauerem Hinsehen wirkte sie etwas nervös, zwirbelte an ihren Haaren. "Du hast nach den Gold der Berge gesucht, du hast es bekommen, nun liegt es an dir" "Was liegt an mir." Meine Zunge fühlte sich trocken an. "Du kannst nun zurückkehren, in deine Welt mit all dem Übel, oder du kannst hier bleiben und mit uns leben und das Glück erfahren. Sie lächelte als ich meine Entscheidung traf, kniete sich über mein Gesicht und meinte nur "Es war eine lange Nacht, du musst durstig sein..."

Der alte Mann war mit seiner Figur fertig, ein Frauenkörper, wie von Gott geschaffen. Er hatte ihn dunkel bemalt, auch die Augen. Dann sah er hinauf auf die Berge, die sich in einen Nebenschleier hüllten. "Nun, ich habe dir gesagt, noch niemand ist von dort oben zurück gekommen" murmelte er. Dann ging er in seine Hütte und stellte die Figur zu den anderen.

Ende




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