Aurum H2O

"feuercaro und ihr feuchtheisses (er)leben Nr.115

Update dieser Seite: 10.01.2009

feuercaro

What if ?


Prolog:

Liebe Arumianer!

Die nachfolgende Geschichte ist von
Elwood. Sie ist herrlich geschrieben, und ich denke, ELWOOD hat im Forum ein paar Kommentare dazu verdient.
Es ist mir eine Ehre, dass er sie auf mein Board stellen möchte.


Im Hintergrund spielt gleich ein Lied ab, sofern Du Deine Audio-Funktionen am Rechner aktiviert hast. Dieses Lied gehört zur Geschichte - es hat nicht nur den gleichen Titel, sondern beschreibt das Grundgefühl sehr gut...
<BGSOUND SRC="what.mp3" LOOP="INFINITE">

What if ?

Die Frage, ob eine Frau mir gefällt, ist bei mir sozusagen digital zu beantworten. Es gibt nur Ja oder Nein. Ich habe lange versucht zu ergründen, was es ist, dass dieses Ja oder Nein ausmacht, aber je mehr ich darüber nachdachte, desto mehr Fragen tauchten auf. Ich erkenne eine Schönheit, wenn ich sie sehe und ich bilde mir ein eine interessante Frau relativ schnell von einer unterscheiden zu können, die sch nur interessant machen will. Aber das ist es gar nicht, denn diejenigen, die mich wirklich fasziniert haben, habe ich immer anfangs übersehen. Diejenigen, mit denen es wirklich geknistert hat, waren immer die gewesen, die ich erst auf den zweiten Blick entdeckt hatte, die Nichtperfekten, die eben nicht "everybody`s Darling" waren.
Das sind die Jenigen, die echt sind, mit Ecken und Kanten, die ihre Macken und Marotten nicht verstecken und bei denen einem das "Mainstreamgelaber" erspart bleibt, dass manche Menschen so absondern, um einerseits in und somit interessant zu erscheinen, andererseits aber nirgends anzuecken und das einen Querdenker wie mich zur Weißglut bringen kann. Natürlich, es gibt so etwas wie meinen Typ: Zierlich, dunkelhaarig, dunkeläugig - südländischer Typ eben, danach drehe ich mich um, bin aber keineswegs darauf fixiert. Viel wichtiger ist mir, dass sie sich von mir nicht unterbuttern lässt, dazu neige ich nämlich, wenn ich nicht ab und zu kontra kriege. Ich schätze es, wenn eine Frau von vornherein sagen kann: "Ich will das und das...", anstatt nachher nörgelnderweise ihre Unzufriedenheit kundzutun. Der Traumprinz, der ihr jeden Wunsch von den Augen abliest und ihn in jedem Fall richtig deutet, bin ich nämlich nicht, obwohl ich es gern wäre.
Deswegen muss sie ihre Wünsche und Vorstellungen klar äußern können und auch in der Lage sein, sie mir gegenüber durchzusetzen, damit ich sie als gleichwertige Partnerin akzeptieren kann. Und genau das können die Frauen aus der "ersten Reihe", wie ich häufig feststellen musste, nämlich nicht.
Das sind die, die vom Traumprinzen träumen und mit der Realität unglücklich sind...

Wer kennt das nicht: Man ahnt nichts Böses und blickt völlig unerwartet in ein Gesicht, das man kennt. Das ist an sich nichts besonderes, aber wenn ausgerechnet diese Person vor, sagen wir mal etwa 10 oder 12 Jahren, die ganz große Liebe gewesen ist, man sie in einer Umgebung sieht, in der man sie nie erwartet hätte und man feststellt: "Sie ist zwar immer noch nicht mein Typ, aber sie sieht noch immer toll aus!", dann ist das schon nicht mehr alltäglich. Dann steht man sich gegenüber, starrt sich an und es fällt einem vieles wieder ein. "Du?" "Du!" "Was machst du denn hier?" "Wie geht´s denn?" "Wie lange ist das her!" - Konkret: Sie hatte hinter dem Schalter bei der Sparkasse gestanden, an dem ich, kurz vor Geschäftsschluss noch eine Überweisung abgeben wollte. Aus der technischen Zeichnerin war also eine Bankangestellte geworden!
Wie die Zeit vergeht! - Tja, Und dann sitzt man, weil eh gleich Feierabend war, um der alten Zeiten Willen, in einem Cafe gegenüber, man redet fast wie damals, vor einer mittleren Ewigkeit. Man redet über das Leben nach der Trennung, man erinnert sich an Begebenheiten, dir davor lagen, man hatte sich auf ein Viertelstündchen geeinigt, sitzt aber inzwischen beim dritten Kaffee und stellt verwundert fest: Es knistert immer noch. Es war eine andere Zeit, ein anderes Leben, fast, aber es knistert. Es hatte damals ein Ende mit Schrecken geben, nie wieder hatte ich mit ihr reden wollen, aber es knisterte trotzdem noch immer! Und nach einer Stunde entschuldigt man sich damit, dass man zu Hause erwartet wird, weil man nicht weiß, was geschehen könnte wenn man länger bliebe.
Während man heimfährt, weiß man, dass man das Richtige getan hat, aber man denkt auch daran, was hätte sein können, wenn alles anders gekommen wäre, was wäre, wenn man es jetzt noch einmal miteinander versucht hätte - und man denkt auch daran, wie es damals angefangen hat..


Ich weiß: Für eine Story, die für das Aurum - Forum bestimmt ist, ist das eine recht lange, merkwürdige Einleitung, aber um die Geschichte verstehen zu können, war die Vorrede notwendig. Und sie ist eigentlich ein ganz großes Kompliment an eine außergewöhnliche Frau. Da es sich hier um eine wahre Geschichte handelt, habe ich die handelnden Personen unkenntlich gemacht. Ich war damals gerade single, hatte ein halbes Jahr zuvor beschlossen, dass man mit den Frauen viel zu viel Ärger hat und dass ich mich frühestens in 2 oder 3 Jahren mal wieder nach einer Freundin umsehen sollte und die Zeit davor genießen...

Es war ein Freitagabend in Spätsommer. Sie hieß Bettina: 1,80 groß, schlank, blond, grüne Augen, eine zu große Nase und eine fast schon zu gewaltige Oberweite. An ihren kurzen weißblonden Haaren fehlte eigentlich nur das Schild: Kämmen zwecklos! Und in der knallengen Jeans steckten endlose Beine und ein absolut süßes Hinterteil! - Aber das alles habe ich erst später bemerkt, schließlich war ich damals alles andere als "auf der Jagd"! Eigentlich hätte ich sie auch gar nicht weiter beachtet, - man kann mir alles mögliche nachsagen, ein Busenfetischist bin ich jedenfalls nicht, - wenn sie mir nicht unfreiwillig ein Bier ausgegeben hatte, direkt über meine Jacke. Sie hatte gerade jemandem, der an der Bar, der Musikkneipe, die ich mit zwei Freunden besucht hatte, stand, eine schallende Ohrfeige verpasst, sich schwungvoll umgedreht und mir dabei ihr volles 0,5 l Bierglas so gekonnt gegen die linke Schulter geknallt, dass es anschließend fast leer war. "Was!" herrschte sie mich an.
Ich muss wohl zusammengezuckt sein. Dann sah sie die Bescherung, lächelte mich an und sagte: "Oh, tut mir leid, ich habe dich nicht gesehen - wie kann ich das wieder gutmachen? Die Reinigung für deine Sachen bezahle ich natürlich!" Aber ihr Lächeln hatte bereits alles wieder gut gemacht. "Wenn du mir ein Alster ausgibst, will ich die Sache ausnahmsweise vergessen!" meinte ich, sie sah mich mürrisch an, bis sie mein Lächeln bemerkte. Dann grinste sie mich an und sagte: "Gemacht!" Kurz darauf kam sie mit zwei Gläsern zurück, die wir zusammen an einem Stehtisch leerten und uns dabei über die Musik, die gerade lief unterhielten. Für die zweite Runde war ich zuständig, doch als ich zurückkam war sie weg! Ich blickte mich um und sah, dass sie mir von einem Tisch in der Ecke zuwinkte. Ich ging hinüber und wir redeten weiter. Sie war weit davon entfernt, betrunken zu sein, aber leicht angeheitert und wir redeten über Urlaub, wir waren beide kürzlich in Südfrankreich gewesen, lachten, redeten und redeten und lachten.
Da ich noch fahren musste, war ich längst auf Cola umgestiegen, während sie sich für Apfelschorle entschieden hatte. Mit der Zeit leerte sich die Kneipe, meine Freunde waren längst gegangen und wir unterhielten uns noch immer, bis die Kellnerin uns mitteilte, dass man schließen wollte. Also standen wir kurz darauf vor der Kneipe, verabredeten uns für den Sonntag und hatten schon wieder ein neues Gesprächsthema und redeten darüber, was man am Sonntag gemeinsam anstellen könnte. Es war plötzlich halb vier, als sie sich auf den Kotflügel eines silbernen Fiat Uno setzte und es begann langsam hell zu werden, aber selbst davon ließen wir uns nicht stören, jedoch bemerkte ich, dass sie kaum noch still auf dem Auto sitzen konnte. Kein Wunder! Meine Blase drückte nämlich auch gewaltig. Ich gab mir alle Mühe, diese Tatsache zu ignorieren und es gelang mir auch für ein paar Minuten.
Plötzlich sagte sie: "Du, ich könnte eigentlich noch stundenlang hier mit dir weiterklönen, aber dann würde ich es nicht mehr bis nach Hause schaffen, ohne mir in die Hose zu machen. Es ist zwar schade, aber ich muss ganz dringend los!"

Wir beschlossen, nur noch unsere Handynummern auszutauschen und uns dann jeweils auf unseren Heimweg zu machen. Sie rutschte vom Kotflügel herunter und begann in ihrer Handtasche nach ihrem Handy zu suchen. Als sie es nicht gleich fand, begann sie, auf und ab zu gehen, während sie weiter in der Tasche wühlte. Dann endlich förderte sie das Telefon aus ihrer Tasche hervor und las mir ihre Nummer vor. Ich gab ihr meine und wollte mich verabschieden, doch plötzlich hielt sie mich am Handgelenk fest und sagte: "Ach, bleib doch noch fünf Minuten!" Sie setzte sich wieder auf den Kotflügel ihres Autos, lächelte mich an und sagte: "Ey, du, ich glaube ich mag dich!" Ich mochte sie auch, keine Frage, es war ihr Lächeln, was mich faszinierte, aber nicht nur: sie war intelligent, schlagfertig und witzig und auf ihre Art auch hübsch, aber in diesem Moment verwirrte sie mich in erster Linie. Bis dahin war die Initiative eigentlich immer von mir ausgegangen, wenn es um so was ging.
Und nun das! Mir! Es war mir keineswegs irgendwie unangenehm, nur hatte ich schlicht und ergreifend Schwierigkeiten, mich in dieser Situation zurechtzufinden. Hätte sie in diesem Moment etwas von Liebe gesagt, hätte ich vermutlich die Flucht ergriffen und das, obwohl ich schon in der Kneipe gewusst hatte, das ich in sie verliebt war. Verrückt, oder? Vermutlich erwartete sie eine Äußerung von mir, aber mir fiel in diesem Moment nichts ein, was es wert gewesen wäre, ausgesprochen zu werden. Mein Kopf arbeitete auf Hochtouren und was darin ablief, war bestimmt nicht alles Unsinn, aber es war halt nichts dabei, was man jetzt sagen konnte. Irgendwie kam es mir vor, als wären meine Gedanken zu diffus, zu unscharf, um sie in Worte zu fassen.

Aber zum Glück brauchte ich nichts sagen, denn sie meinte: "Vorhin warst du nicht so schüchtern! - Habe ich dich erschreckt?" Mir blieb nichts, als den Kopf zu schütteln. Ich war sprachlos ganz im Sinne dieses Wortes, obwohl ich noch immer mit mir darum kämpfte, einen nicht allzu blöden vollständigen Satz herauszubringen. Und weil das so war, legte ich meinen Arm um sie und küsste sie. Anfangs schien sie damit durchaus einverstanden zu sein, aber dann riss sie sich los und ich war noch verwirrter. Was hatte ich denn nun schon wieder falsch gemacht? War ich ihr nun zu schnell gewesen? Doch ohne Verzögerung kam ihre Erklärung: "Das war schön, aber wenn du das noch mal machst, stehe ich in einer Pfütze!" "Schade, kann ich aber durchaus verstehen!" sagte ich und war überrascht, dass mein Sprachzentrum seine Arbeit wieder aufgenommen hatte.

Eigentlich wollte ich diese Tatsache nutzen und noch etwas sagen, aber Bettina war schneller. "Du musst auch?" fragte sie und ich nickte. Bevor ich dazu kam, endlich auch mal wieder etwas zu sagen meinte sie: "So schaffe ich es nicht mehr bis zu Hause! Ich kann bestimmt nicht mehr aushalten, wenn ich selbst fahren muss! Fährst du mich heim?" "Klar!" sagte ich: "Aber dann sollten wir besser gleich losfahren!" "Unbedingt!" bestätigte sie: "Und schnell!" Wir gingen hinüber zu meinem Corolla, der auf der anderen Seite der Straße stand, stiegen ein und fuhren los. "Wohin?" fragte ich, als ich den Motor anließ und sie sagte: "Garbsen!" "Das dauert ja über eine halbe Stunde!" stellte ich fest und sie stöhnte: "Wenn es nicht mehr geht, dann musst du eben unterwegs anhalten! - Oder wohnst du näher?" "Bei mir sind wir in einer Viertelstunde!" "Dann zu dir! Oh, ist das dringend!" Wir waren uns einig, obwohl ich nie zuvor erlebt hatte, dass die berühmte Frage "Zu dir oder zu mir?" auf diese Weise geklärt worden war.
Ich machte irgendeine witzige Bemerkung darüber und sie jammerte: "Bitte nicht! Ich darf jetzt nicht lachen!" "Stimmt! Ich auch nicht!" schloss ich mich ihr an und dann fragte sie: "Wie weit noch?" "10 Minuten!" sagte ich und sie machte: "Oh, oh!" Keine 2 Minuten später kam die erneute Frage: "Sind wir bald da! Es ist ganz ganz nötig!" "Wir sind gleich da!" beruhigte ich sie aber sie meinte: "Es ist doch so eilig!" "Mir geht´s auch nicht besser, als dir!" gab ich zu und sie fragte ziemlich kleinlaut: "Ich darf aber zuerst, ja?" "Mal sehen!" sagte ich. Es war nicht ernst gemeint, aber sie schien es für bare Münze zu nehmen. "Bitte! Ich muss so sehr!" flüsterte sie. Ich antwortete nicht, weil ich inzwischen damit beschäftigt war, meinen Toyota in eine sehr enge Parklücke zu manövrieren. Ich hatte zwar ein Strafmandat riskiert, aber dafür waren wir wirklich schnell hier gewesen. Als ich ausstieg, stellte ich fest, wie nötig ich musste. Gut, das es jetzt nicht mehr weit war!

Zu meiner Verwunderung hatte Bettina zwar die Tür geöffnet, war aber noch nicht ausgestiegen. Ich ging um den Wagen herum und als ich mit gekreuzten Beinen neben der Tür stand sagte sie: "Oh je! Ich glaube, ich kann gar nicht mehr aufstehen!" Erst jetzt sah ich, dass sie ihre Hose geöffnet hatte und sich mit beiden Händen den Bauch hielt. Ich redete ihr gut zu und dann ergriff sie mein Handgelenk und zog sich daran aus dem Wagen. Bei jedem der paar Schritte, bis zu meiner Haustür stöhnte sie leise auf und im Fahrstuhl flüsterte sie mir zu: "Ich kann nicht mehr!" Mit der einen Hand umklammerte sie meinen Unterarm, die andere hatte sie in ihre Hose geschoben, aber es half alles nichts. An ihrer Jeans bildete sich ein dunkler Fleck! Wir stürmten in die Wohnung. "Bad?" rief sie mir fragend zu. Ich deutete in die Richtung und sie stürzte los, ohne meinen Arm loszulassen. Also blieb mir nichts übrig, als ihr zu folgen. "Ich zuerst!" stöhnte sie und riss mit einer Hand die Hose herunter.
Als ich das Plätschern hörte, wurde auch meine Hose sichtbar nass. "Ach herrje!" meinte sie lachend und machte mir Platz so schnell sie konnte. Während wir uns unsere nassen Klamotten entledigten, konnten wir kaum aufhören zu lachen und selbst als wir unter der Dusche standen, gemeinsam, versteht sich, bekamen wir noch kaum Luft vor Lachen. "Das ist ja das erste mal, dass du meine Titten anstarrst!" neckte sie mich, während sie sich einseifte. "Ist doch ein hübscher Anblick!" gab ich zurück. "Weißt du, die meisten Männer sehen zuerst dorthin und meistens dann nur noch dorthin und du hast sie kaum zur Kenntnis genommen. Ich finde es toll, dass du mir in die Augen gesehen hast und nicht dahin!" Etwas verlegen schaute ich zur Seite und sie bemerkte es sofort. "Du brauchst doch nicht wegsehen!" sagte sie zu mir, wobei die Betonung auf dem Du lag.
Dann kicherte sie: "Du darfst auch anfassen, wenn du möchtest!" "Darf ich?!" scherzte ich und sie meinte: "Du hast ja in der Kneipe gesehen, was passiert, wenn man das ohne Erlaubnis tut!" Das war es als gewesen! Ich fasste sie an den Hüften und zog sie an mich, sie schmiegte sich an mich und wir küssten uns. Ich hatte das Gefühl, ihre Körpertemperatur wäre um 25 Grad höher, als meine. Wir begannen uns gegenseitig zu streicheln und ich hätte nichts dagegen gehabt, wenn es gleich hier unter der Dusche geschehen wäre, aber sie nahm mich bei der Hand, fragte, wo mein Bett sei und dort landeten wir dann, platschnass, denn zum Abtrocknen war keine Zeit mehr gewesen.

Wir brauchten fast 3 Stunden, bis wir vorerst genug voneinander hatten. Wir lagen ganz nah beieinander, ohne uns zu berühren, denn uns war richtig heiß geworden. Wir redeten, lachten und waren einfach glücklich. Als ich sie nach einer ganzen Weile wieder berühren wollte, sagte sie ganz leise: "Lust hätte ich schon, aber ich kann nicht mehr! Ich bin völlig fertig!" Dann fielen ihr die Augen zu und mir passierte dasselbe nicht viel später. Am späten Nachmittag wurde ich sanft, aber bestimmt geweckt und wir taten es noch einmal. Dann warf ich unsere nassen Klamotten in die Waschmaschine, kochte uns Kaffee und zog mich an. Bettina bekam erstmal eine Turnhose und ein T - Shirt von mir und wir tranken den Kaffee in der Nachmittagssonne auf meinem Balkon. Anschließend fuhren wir in ihre Wohnung, wo sich Bettina umzog, weil wir beschlossen hatten, am Abend gemeinsam essen zu gehen.

Es war irgendwie völlig selbstverständlich gewesen, dass wir an diesem Abend gemeinsam im Bett gelandet waren, obwohl ich nie geglaubt hatte, dass mir das jemals gleich am ersten Abend widerfahren würde. Wenn Bettina nicht die Initiative ergriffen hätte, dann hätte es bestimmt ein paar Tage oder Wochen gedauert, bis es dazu gekommen wäre, aber wie heißt es doch: "Erstens kommt es anders, als man meistens zweitens denkt." Und bei einer Frau, mit einem Temperament wie Bettina ist man vor keiner Überraschung sicher! So wie sie hat es keine andere vor oder nach ihr mehr zustande gebracht, mein Leben durcheinander zu bringen - im positiven wie im negativen Sinne. Langeweile gab es mit Bettina nicht, aber das große Problem war ihre Eifersucht. Nicht auf eine andere Frau, denn dazu hätte sie nie Grund gehabt und ich glaube, das wusste sie auch. Nein, Bettina war schlicht und ergreifend eifersüchtig auf meine Band gewesen, die einen nicht unerheblichen Teil meiner Freizeit beanspruchte.
Sie hatte versucht, mir eine Entscheidung aufzuzwingen, ich meinerseits ließ mich nicht unter Druck setzten. Daran waren wir dann irgendwann gescheitert. Vielleicht war ich zu stur gewesen oder sie hatte den Unterschied zwischen zusammengehören und besitzen nicht verstanden. Wahrscheinlich war es ein Bisschen von beidem gewesen.

Die Story heißt: What if? Was wäre gewesen, wenn ich Bettina wirklich übersehen hätte? Ganz einfach: Wir hätten zweieinhalb wunderschöne Jahre verpasst. Und wenn wir zusammengeblieben wären? Wer weiß das schon? Leider hat es nicht länger gehalten. Und, rein theoretisch betrachtet natürlich, wenn wir beide noch zu haben gewesen wären, was hätte sein können, wenn wir es noch einmal versucht hätten? Wir haben zusammen eine tolle Zeit erlebt, an die ich noch oft zurückdenke. Ich denke wirklich noch oft an Bettina, obwohl es inzwischen ganz schön lange her ist...




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